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INITIATIVE FUSSGESUNDHEIT FRAUEN
Hallux valgus Selbsthilfe und Vorbeugung



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Über das Frauenthema Schuhe und Fußprobleme

Die Castingshow „Germany‘s next Topmodel“ vor einigen  Jahren:  50 Kandidatinnen stehen  in High Heels auf Laufbändern  und sollen „einen guten Walk“ zeigen.  Eine Stunde lang.  Die Mädchen versuchen durchzuhalten. Sie klagen über schmerzende Füße und zu enge Schuhe. Eine entschließt sich aufzuhören. Ein Juror spricht mit ihr, versucht sie davon abzuhalten. „Ich mach mir nicht meine teuren Füße kaputt“, sagt Joana zu ihm. Das kommt nicht so gut an. Von da an steht Joana unter besonderer Beobachtung, „Zicke“  wird sie genannt. Sie verlässt die Villa der Kandidatinnen später freiwillig. Die anderen 49 Mädchen haben bei der Laufband-Aktion Verletzungen an den Füßen davongetragen. In Nahaufnahmen kann man blutende Fersen sehen, Blasen, aufgescheuerte  Ballen. 
Dieser Vorfall zeigte recht deutlich, was Frauen hinsichtlich ihrer Füße zugemutet wird.  Auch, was sie bereit sind hinzunehmen. Das ist schon lange so. Nicht erst seit „Germany’s Next Topmodel“.
Kein Mann würde sich über längere Zeit mit Schuhen abgeben, die ihn drücken.  Männerschuhe sind so geschnitten, dass ein gutes Fuß- und Laufgefühl entstehen kann. Der Schuh soll den Fuß schützen und ihm Halt geben. Obwohl Frauenfüße grundsätzlich nicht anders gebaut sind, so haben sich hier bei den Schuhen andere Kriterien entwickelt.  Der Frauenschuh ist zum modischen Utensil avanciert, zu einem Kunstobjekt, losgelöst von seiner eigentlichen Funktion.  Ein begehrtes Objekt der Designer. Und so kommen jedes Jahr neue Schuhkreationen auf den Markt, die die Botschaft nahebringen sollen,  was „schön“ und „angesagt“ ist. Doch diese modischen Schuhe entsprechen in den wenigsten Fällen der normalen Fußform.  Im Vorfuß sind sie so geschnitten, dass sie zu einem mehr oder weniger spitzen Dreieck zulaufen,  in diesem engen Raum  versuchen sich die Zehen  einzuordnen. Der Fersenbereich ist durch einen Absatz angehoben. Dieser Absatz hat in den vergangenen Jahren mit den High Heels neue Rekordhöhen  erreicht.  Doch hohe Absätze lassen ein normales Abrollen des Fußes nicht zu, auch schieben sie den  Fuss in den vorderen Schuhraum hinein.  Das  ganze Körpergewicht  liegt schwer auf dem Bereich des Vorfußes, bei jedem Schritt und Tritt.
Die Folgen lassen nicht lange auf sich warten. Schwielen und Blasen sind die ersten Anzeichen. Später kommen Verformungen des Fußskeletts dazu:  Spreizfuß , Ballenzeh, Hammerzehen, Krallenzehen, Dauerschmerzen im Vorfuß, Mittelfuß und Fersenbereich.  Wenn das Stehen und Gehen schließlich immer unerträglicher wird,  erhoffen sich die betroffenen Frauen Hilfe durch eine Operation. Doch die Erwartungen, die damit verknüpft sind, sind überhöht. Ein Fußchirurg kann zwar einen Hallux valgus oder einen Hammerzeh richten, er kann aber nicht wieder rückgängig machen, was sich über Jahre angebahnt hat:  das ganze Fußskelett  hat sich irgendwie verschoben.  Schwere Fußleiden sind das Schicksal unzähliger Frauen! 
Joana zeigte, dass es bei diesem Spiel um Schönheit  Grenzen gibt.  Sie hatte zwar nicht vor, auf High Heels zu verzichten. Doch auf dem Laufband in Stöckelschuhen, als es galt durchzuhalten, koste es was es wolle, ohne Rücksicht auf die Füße, hat sie einen bemerkenswerten Schritt getan: Sie hat sich für die Gesundheit ihrer Füße entschieden.

Artikel von Maria Bechheim,
INITIATIVE „Fussgesundheit Frauen - Hallux valgus Selbsthilfe und Vorbeugung“
Heilpraktikerin und Autorin des Buches „Frauen, wie geht es euren Füßen“

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